Elsass-Wochenende für Hardcore-Camper
Ende Juli war wieder unser inzwischen schon als traditionell zu bezeichnendes Wochenende in den Nordvogesen auf dem Campingplatz „La Bremendell“ bei Sturzelbronn angesagt. Zehn Personen, neun davon auf ihren Motorrädern, trafen im Laufe des Freitagnachmittags auf den von Steffen reservierten Camping-Parzellen ein. Die Zelte waren schnell aufgebaut, was auch wegen des drohenden Regens mehr als notwendig erweisen sollte. Ein Wohnmobil und ein Wohnwagen ergänzten die Behausungen, und so konnten wir auch Pavillons zum Schutz vor dem bald einsetzenden Regen aufbauen. Das leckere Abendessen auf der Terrasse des Restaurants direkt beim Campingplatz bildete den Abschluss des ersten Tages.
Der Samstagmorgen grüßte mit blauem Himmel und viel Sonnenschein, die ersten Wolken waberten aber schon in der Ferne über dem Bergwald. Jetzt erst mal ein Frühstück mit Café au Lait, Croissants und Baguette, ja, wir waren in Frankreich. Unsere heutige Tour führte wie immer zum ca. 110 km entfernten Col du Donon, südwestlich von Straßburg. Beim ersten Tankstopp nach ca. 20 km hatte sich unsere Gruppe aber bereits etwas reduziert. Zwei der üblichen Verdächtigen hatten einen Dritten animiert, eine andere Route als der Rest zu nehmen. Also fuhr der verkleinerte Tross Richtung Pass. Das Wetter spielte mit und wir erlebten eine idyllische Landschaft mit vielen kleinen französischen Dörfern und Sehenswürdigkeiten wie der Schiffshebeanlage Saint-Louis/Arzviller. Auf dem Pass angekommen, hatten wir dann eine Nachricht der „Separatisten“ auf dem Handy. Sie waren bereits im Café in Saint-Quirin, wo wir unsere Mittagspause geplant hatten. Dort trafen wir dann ebenfalls kurz darauf ein.
Gemeinsam starteten wir nach einer kurzen Trinkpause zur Rückfahrt. Die Wolken hatten sich inzwischen bedrohlich verdunkelt und so gerieten wir kurz vor der Ankunft in einen kleinen Regenschauer, der, wie wir später erfuhren, der Rest eines schweren Gewitters war, das über unserem Campingplatz niederging – Glück gehabt. Jetzt erst mal ein kühles Bier zum Tagestour-Abschluss.
Um 19 Uhr war der Tisch auf der Terrasse reserviert, und natürlich stürmten wir alle hungrig und auch etwas geschafft rechtzeitig zum Restaurant. Das selbsterlegte Wild des Betreibers schmeckte ebenso wie die Pizza oder andere elsässische Spezialitäten. Danach noch ein paar „Benzin-“Gespräche und etwas Karaoke. So endete auch dieser Tag.
Nach dem Frühstück am Sonntag starteten wir recht flott Richtung Heimat. Wir wollten wieder vor den später angesagten Schauern zu Hause sein. Die knapp 90 km Rückweg schafften wir dann auch tatsächlich trocken und ohne Panne. Ein insgesamt gelungenes Wochenende, das trotz der vielen Unwetter im Umkreis doch sehr entspannt abgelaufen ist. Ein Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.
Volle Tanks, beste Laune und ein Meer aus Kurven – das war das Erfolgsrezept der diesjährigen Mehrtagesausfahrt der Motorradfreunde Liedolsheim in die malerische Eifel. Insgesamt 14 begeisterte Bikerinnen und Biker machten sich auf den Weg zum traditionellen Ziel, dem Hotel Eulenhof in Gransdorf, um unvergessliche Tage auf zwei Rädern zu erleben. Die Anreise der Teilnehmer gestaltete sich flexibel, ganz nach individuellem Fahrplan. Doch egal, wann und wie die einzelnen Mitglieder in Gransdorf eintrafen, eines war am Ende der Tour das Wichtigste: Alle und alles ist heil geblieben! Eine erfreuliche Nachricht, die bei Motorradfahrern immer an erster Stelle steht.
Ein besonderer Höhepunkt der Reise war einmal mehr der Eulenhof. Die neuen Besitzer des Hotels erwiesen sich als äußerst herzliche und aufmerksame Gastgeber, die keine Wünsche offenließen. Besonders die Kulinarik des Hauses fand bei den Motorradfreunden großen Anklang. „Das Essen war super!“, schwärmten die Teilnehmer unisono und lobten die hervorragende Küche, die nach langen Touren die perfekte Stärkung bot.
Während einige die kurvenreichen Straßen der Eifel erkundeten, zog es andere über die Grenzen hinaus. So standen für einige Gruppen auch Abstecher ins benachbarte Luxemburg oder Belgien auf dem Programm, was für zusätzliche landschaftliche und kulturelle Eindrücke sorgte. Die Abende waren geprägt von der obligatorischen „Benzingesprächsrunde“. Hier wurde ausgiebig über die gemeisterten Kurven, die schönsten Ausblicke und die besonderen Begegnungen des Tages gefachsimpelt. Doch nicht nur die Ausflüge lieferten reichlich Gesprächsstoff. Bei reichlich Gelächter und guter Stimmung wurde bis spät in die Nacht über Gott und die Welt philosophiert, alte Anekdoten ausgetauscht und neue Pläne geschmiedet.
Die Mehrtagesausfahrt in die Eifel war für die Motorradfreunde Liedolsheim einmal mehr ein voller Erfolg. Ein Dank an Marlene, die die Reservierung und Planung in bewährter Manier vorgenommen hat. Und eins ist sicher: Der Eulenhof in Gransdorf wird in bester Erinnerung bleiben.
Letzten Samstag kurz vor 10 Uhr wurde der große, in die Jahre gekommene Kessel angeheizt. Der Arbeitsplatz für unseren „Vereinsmetzger“ Toni war gut vorbereitet. Fleisch, viele Gewürze und sonstige Zutaten waren reichlich und in guter Qualität vorhanden. Das Wetter ließ nichts zu wünschen übrig, es sollte ein angenehmer Vorfrühlingstag werden. So füllten sich gegen 12:30 Uhr die Bierbänke, denn das Kesselfleisch sollte um diese Uhrzeit gar sein. Alle konnten jetzt zugreifen: Kesselfleisch mit frischem Bauernbrot, gekochtes Gemüse, Sauerkraut und Kasseler oder warme Leber- und Griebenwürstchen.
Für den Schwartenmagen war noch genügend Material übrig, das unsere fleißigen „Schnippler“ erst einmal in Form bringen mussten. Toni mischte dann das würzige Brät und füllte es in die Pelle, der erste Schwartenmagen war fertig. Es folgten noch etliche Abfüllvorgänge. Die fertigen „großen Würste“ mussten dann noch abgekocht werden.
Für die anderen gab es nach dem Essen dann reichlich Zeit zum „Babbeln“ und Pläne schmieden für die neue Motorradsaison, die sich mit steigenden Temperaturen so langsam am Horizont abzeichnet. Früher als in den letzten Jahren verließen die letzten Anwesenden bei Anbruch der Nacht das Gelände.
Ein Dank geht an alle, die bei der Vorbereitung, Durchführung und beim Auf- und Abbau tatkräftig geholfen haben.
Mitgliederversammlung 2025
Am 31. Januar 2025 fand die jährliche Mitgliederversammlung der Motorradfreunde im „Palmgarten“ statt. Der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Wagner führte die Versammlung mit 23 Anwesenden durch die Tagesordnung. Es wurden die Berichte der Schriftführerin, der Schatzmeisterin und der Sportwarte vorgetragen. Großes Interesse bestand vorwiegend bei den Ausgaben und Einnahmen der 40-Jahr-Feier im Sommer. Anschließend wurde Jürgen „Flotty“ Roth neuer Kassenprüfer gewählt, da Helmut „Bobby“ Bower nach zwei Jahren Tätigkeit ausschied. Die anschließende Entlastung der Verwaltung war reine Formsache. Auch die weiteren Punkte waren schnell besprochen und so konnten die Anwesenden nach kurzer Zeit zum informellen Teil des Abends übergehen und in lockerer Runde die gerade beendete Versammlung und weitere Themen wie die Planung von Ausfahrten bereden.